3. Oberösterreichcup beim MSC-Osterhofen
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„Heast, Bayern ghört ja eh eigendlich zu Österreich...“ so oder ähnliche Aussagen konnte man dieses Wochenende auf dem Ostbayernring in Osterhofen des Öfteren hören. Der Grund dafür: Der Oberösterreichcup gastierte erstmalig im niederbayrischen Nachbarland.
Bei dieser Rennserie wird nach österreichischem Reglement gefahren. Es sind sieben Streckenposten auf der Bahn, die bei einem Defekt das Auto in die Box bringen. Die Boxencrew darf die Rennstrecke nicht betreten.
Am Samstag fand bei gutem Wetter und Streckenverhältnissen das Training statt. Hier wurde nach den Vorlaufgruppen trainiert. Spätnachmittags wurden dann zwei Vorläufe gefahren. Ein dritter am Sonntag morgen. Für die Ermittlung der Finalposition wurde nur der Beste der drei Läufe gewertet.
GNADENLOS…präsentierte sich unser KVO bei der Faherbesprechung am Samstag. Beim Briefing stellte er als Rennleiter klar, das er bei Verstößen gegen das Reglement oder der Gefährdung der Streckenposten „gnadenlos“ Bestrafen werde! Diese Ansparche brachte ihm den neuen Namenszusatz König Heinrich, der gnadenlose von Osterhofen ein ;-)
Gefahren wurde in zwei Kategorien. 20 Truggyfaher und 51 Buggyfahrer waren angetreten.
Bei den Buggy´s gilt ein anderes Wertungssystem beim BayernCup oder Ostbayernpokal. Hier werden zwar wie gewohnt die ¼ und ½ Finale gefahren, aus denen die Besten 12 das A-Finale, die Ausscheider der beiden ½ Finale das B-Finale und die Ausscheider der ¼ Finale das C-Finale. Vorteil dieses Systems ist eindeutig: Mehr Fahrzeit!
Bei den Truggyfahrern waren die Österreicher klar feldüberlegen. Nur ein Fahrer des Starterfelds kam aus Bayern, Jürgen Steingrübl vom MSC-Osterhofen. Dieser setzte sich ins Finale durch. Dominiert wurde dieses jedoch von der Konkurrenz, Dobetsberger Christoph (kein Unbekannter in Osterhofen, dritter beim OBP 2011) dominierte im 30 minütigen Finale das Feld. Zweiter wurde Scharinger Andreas (beide RCR St. Agatha), gefolgt von Benker Christian (BlackPowerRacing). Jürgen fiel im Finale nach Elektronikdefekt vorzeitig aus.
Im C-Finale siegte Daniel Dobetsberger (RCR St. Agatha) vor Stumpner Jürgen (MBC Trieben) und Angleitner Josef (Streetbulls Nitro Team).
Im B-Finale setzte sich Martin Bruckner (MSC-Osterhofen) mit einer Runde Vorsprung vor Wilfried Bilbeder (ORC Fischach) durch. Den dritten Stockerlplatz sicherte sich kurz vor Schluss noch Rudi Traxler (MAV Waidhofen).
Dann wurde das „große“ Finale gefahren. Vom Start weg entfachte an der Spitze ein Dreikampf zwischen dem Topqualifier Christoph Dobetsberger (RCR St. Agatha), Florian Schrenk (MSC-Osterhofen) und Luca Steinbauer (MSC-Osterhofen). Christoph, der unmittelbar vor diesem Lauf das 30 minütige Truggyfinale bestritt, musste der langen Laufdauer Tribut zollen. Die Konzentration ließ sichtlich nach, was immer wieder zu Fahrfehlern führte. Florian hatte wieder mal Pech. Diesmal quittierte auf Platz zwei liegend das Gasservo seinen Dienst. Völlig nervenstark präsentierte sich der erst 12 jährige Luca. Völlig unbeeindruckt von dem Druck, den Dobetsberger zu Beginn des Laufes noch aufbauen konnte, spulte er Runde um Runde souverän ab. Trotz eines Tankstopps mehr ging er nach 30 min. mit einer Runde Vorsprung über die Zeitschleife. Auf Platz zwei landete Christoph gefolgt von Andreas Scharinger (RCR St. Agatha), auch er war zuvor bei den Truggys unterwegs und wurde dort Zweiter.
Dass wir Bayern und unsere oberösterreichischen Nachbarn gut harmonieren, wurde an diesem Wochenende bewiesen. Der gnadenlose „König Heinrich von Osterhofen“ war als Rennleiter nicht gezwungen, großartig ins Renngeschehen einzugreifen. Wir würden uns sehr freuen, auch nächstes Jahr wieder auf dem Veranstaltungskalender des OÖ-Cup zu stehen. Sehr positiv zu erwähnen ist auch noch, dass bei dieser Veranstaltung weder auf dem Campingplatz, noch im Fahrerlager Müll liegen blieb, was man sich als Veranstalter nur wünschen kann.
Ein großes Dankenschön gilt auch unserer Küchencrew, unserer Zeitnahme (Vettl und Kamalla) und unseren Frauen für die Unterstützung!